Wie alles begann ...


Als Maria aus gesundheitlichen Gründen im Mai 2006 in Rente ging, stand für uns beide fest, dass wir den Winter in wärmeren Gefilden verbringen wollten.

Das südliche europäische Ausland stand -natürlich auch aus Entfernungsgründen- an erster Stelle bei der Auswahl. Spanien war schon einige Zeit im Gespräch.
Doch wer sich eine Immobilie im Ausland zulegen möchte, sollte der Landessprache schon einigermaßen mächtig sein. Dieses Kriterium erfüllte Spanien dann nicht, weil wir beide keine Lust hatten, eine neue Fremdsprache zu lernen.



Seit wir uns kennen, reisen wir beide gerne in die USA, insbesondere hierher nach Florida.

Wir entschieden uns, einen "Versuchsballon zu starten", d.h. wir mieteten im Winter für 7 Wochen ein Haus in Cape Coral.
Mit der "Villa Eulennest" hatten wir, zugegebenermaßen, auch direkt einen Glücksgriff getan. Auch wenn es ein "Trockengrundstück" war, d.h. nicht an einem der vielen Kanäle gelegen war, war es so liebevoll von den Eigentümern eingerichtet worden, dass wir uns direkt wie zuhause fühlten.



Von unserem Hausverwalter Martin, der wie so viele andere auch als Makler tätig war, erfuhren wir, was die verschiedenen Grundstücksarten, auch in Bezug auf die Nachbarschaftsnähe, bedeuteten.
Er zeigte uns Beispiele für die verschiedenen Häuser:

- "Trockengrundstück"
ist ein Grundstück, das an keiner Seite an's Wasser grenzt, d.h. die Terassenseite der Nachbarn und des eigenen Hauses sind sich ziemlich nah;

- "Kanalgrundstück"
ist ein Grundstück, das an einem Süßwasser- oder einem Brack- bzw. Salzwasserkanal liegt, der Vorteil solcher Grundstücke ist, dass der Nachbar gegenüber der Terassenseite durch den Kanal vom eigenen Grundstück getrennt ist, man hat ein Gefühl von größerer Weite;

- "Flussgrundstück"
ist ein Grundstück, das am Caloosahatchee River liegt, hier ist die Überflutungsgefahr bei Hochwasser bzw. Sturm/Hurricane wesentlich höher, natürlich ist der Nachbar auch nur mit dem Fernglas zu sehen;

- "Golfgrundstück"
liegt am Golf von Mexiko, d.h. am Meer, das Maximum, was sich ein Hauseigentümer an Ausblick aber leider auch an Überflutungsgefahr bei Hochwasser bzw. Sturm/Hurricane wünschen kann.



In 2006/2007 waren alle Häuser, außer den Trockengrundstücken für uns leider nicht erschwinglich.

Ende 2007, als sich die amerikanische Immobilienkrise abzeichnete, begannen wir uns intensiv mit dem Thema "Hauskauf in Cape Coral" zu beschäftigen.
Anfänglich klafften unsere Wünsche noch auseinander: Jürgen tendierte mehr zu einem relativ neuen Haus mit einer höheren Decke ("Cathedral Ceiling"), während Maria eher an einem Kanalhaus wegen des größeren Sichtabstandes zu den Nachbarn und dem Gefühl von Weite interessiert war.

Jürgen's Befürchtung in Bezug auf ein älteres Haus war, dass die Substanz nicht so gut wäre. Hier griff unser Makler Martin in seine "Trickkiste": er quartierte uns bei einem der letzten Besuche vor dem endgültigen Hauskauf in einem Haus aus den 60er Jahren ein, das tiptop in Schuss gehalten war. Danach erweiterte sich die Auswahl immens.



Wir leisteten unsere eigene Vorarbeit, d.h. wir surften die Makler-Webseite www.realtor.com und suchten uns passende Objekte aus. Wir schauten uns auf der Karte von Cape Coral die Lage an, in welcher Himmelsrichtung sie ausgerichtet waren und fuhren einfach vorbei.

Da wir uns nicht sicher waren, wie das Verfahren im Falle eines Kaufes war, falls das Haus vermietet war, haben wir in der Regel solche Objekte außen vor gelassen.

Wenn uns ein Haus gefiel, informierten wir Martin entsprechend, und er vereinbarte einen Besuchstermin.



Auf diese Art fanden wir Anfang 2008 unser neues Zuhause für den Winter, unser "Kensington's Home", und fühlen uns hier sehr wohl.

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